Historischer Kalkofen
Der Kalkbrennofen hinter dem Gasthof Schreiner könnte laut Aufzeichnungen, auf der Burg Forchtenstein bereits 1749 bestanden haben.

Mit Sicherheit, existiert der Kalkofen um die Mitte des 19 Jahrhunderts. Die Ödenburger Distriktional-, Handel- und Gewerbekammer erwähnt die Kalkbrennerei des Johann Schreiner für die Jahre 1883 – 1885 mit einer Jahreserzeugung von ca. 200.000 kg. Mit Siegel des magyarisch königlichen Landwirtschaftsamtes (im Gasthof Schreiner zu besichtigen) vom 12. Juni 1877 wurde das Hauptbuch des Besitzers beglaubigt.

Bis Ende der 50iger Jahre unseres Jahrhunderts in Funktion, wurde der Kalkofen wegen der industriellen Produktion stillgelegt. Nun verfiel der Alte Kalkbrennofen. Ende der 90iger Jahre war nur noch ein kümmerlicher Rest übrig.

Die Wiesener Stammtischrunde der Gastwirtin Lore Schreiner, freiwillige Helfer aus Forchtenstein und Wiesen, restaurierten mit finanzieller Unterstützung des Tourismusverbandes Forchtenstein, der Region Rosalia, des Amtes der Burgenländischen Landesregierung und der Gastwirtin in vielen hunderten Stunden den Alten Kalkofen.

Dem Dornröschenschlaf der Geschichte entrissen, fachgerecht revitalisiert, zeigt sich nun ein Brennkessel, ein zweiter ist angedeutet, weiters Mauern im Ansatz und ein Lagerraum. Die Präsentation ist für den Fremdenverkehr aber auch für die Lokalgeschichte lobenswert. Der Alte Kalkofen wurde am 2. Oktober 1999 im Rahmen eines Festaktes der Öffentlichkeit präsentiert und zugänglich gemacht.


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